Die Folgen von hohem Zuckerkonsum

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Zucker – eine teuflische Versuchung

Ist Zucker ungesund? Wann hast du dir diese Frage das letzte mal in deinem Leben gestellt?

Möglicherweise ist dir bekannt, dass zu viel Zucker dick macht. Aber „ab und zu geht das schon in Ordnung“ ist die allgemeine Volksmeinung.
Ist dir jedoch schon einmal in den Sinn gekommen, dass Zucker möglicherweise doch schlimmer ist, als sein Ruf. Dieser Frage gehen seit Jahren viele Wissenschaftler nach.
Ein Pionier auf diesem Gebiet, quasi der Kriegstreiber gegen das weiße Gift schlechthin ist Robert Lustig, Professor für Neuroendokrinologie von der Universität von Kalifornien.
Sehr aufsehenerregend ist sein Vortrag: „Sugar: The Bitter Truth„. Zu sehen auf YouTube unter:

Er gehört zu den Menschen, der die Machenschaften von „Big Sugar“ (der Zuckerlobby in Amerika) erkannt hat und sie öffentlich kritisiert.

Er spricht dabei von einem milliardenschweres Imperium, dass es geschafft hat die Ernährung der Welt zu verzuckern. Kaum ein Produkt in den Supermarktregalen, dass keine Zuckerform enthält. Zucker dient der Industrie als Geschmacksverstärker und macht die Kunden „glücklich“. Eine Aussage die man so stehen lassen kann. Allerdings haben sich Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen und andere Volkskrankheiten vervielfacht.

Die nichtalkoholische Fettleber, eine Folge aus übermäßigen Zuckerkonsum (besonders Fruktose-Sirup) ist dabei eines der Krankheitsbilder, die relativ neu sind und sich rapide verbreitet haben – inzwischen auch bei immer mehr Kindern.

Fettleber – Evolution kontra Supermarkt

Wenn wir die Ursachen für diese neue Erkrankung finden wollen, müssen wir in der Steinzeit suchen. Damals gab es immer wieder Zeiten des Mangels. Das bedeutet der Körper wurde anders als heute nicht permanent mit Energie versorgt. Die Evolution hat es jedoch geschafft uns am Leben zu erhalten, indem unser Körper die Fähigkeit Energie zu speichern geschaffen hat. Ein Depot für Energie ist neben der Muskulatur, die Leber. In ihr wird Zucker verstoffwechselt und kann dort in seiner Speicherform (Glykogen) deponiert werden.
Sie organisiert und verteilt die über den Dünndarm aufgenommenen Kohlenhydrate, speichert diese ab oder wandelt sie je nach Bedarf um. Bei einer adäquaten Menge an Energie, so wie wir sie über Jahrtausende aufgenommen haben, ist diese Funktion Gold wert. Es ist möglich sich in guten Zeiten ein Depot „an zu futtern“, um in schlechten Zeiten davon zu zehren.

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Fruktose-Sirup

Dieser Sirup wird aus Mais gewonnen, welcher in der Herstellung günstiger ist als andere Zuckerformen und zudem um ein vielfaches süßer ist. Der heilige Gral der Zuckerindustrie!
Man findet ihn in diversen Lebensmitteln z.B. in Ketchup, Kuchen, Gebäck, Fertiggerichten Joghurt und Getränken. Die meisten Limonaden und Obstsäfte sind damit gesüßt. Der Fruktose-Verzehr stieg in den USA in den letzten 20 Jahren um 1000 Prozent an. Eine Erklärung für die Adipositas- Epidemie in den USA.

Bei einem Überangebot an Energie, so wie in unserer Gegenwart, gerät die Leber zunehmend in den Speichermodus. Zudem werden viele Lebensmittel zunehmend mit Fruktose-Sirup versetzt, dass in diesem Szenario ohne großen Aufwand direkt in der Leber zu Fett verstoffwechselt wird.

Das Problem begann also als der Mensch keinen Mangel mehr „erleiden“ musste. In unseren Industrienationen ein völlig unbekannter Zustand. Oder wann hast du das letzte mal 3 Tage nicht gegessen?

Durch die hochkalorische Nahrung auf unseren Tellern, mit viel Stärke, Haushaltszucker und immer mehr Fruktose (in Form von Fruktose-Sirup) arbeitet unsere Leber permanent auf Hochtouren. Bei dieser Dauerbelastung bleibt ihr nichts anderes übrig, als irgendwann die überschüssige Energie in Form von Fett einzulagern. Sie hat schlicht keine andere Wahl! Der Mediziner spricht dann von Nichtalkoholischer Fettleber.

Mögliche Symptome einer Fettleber:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Bauchschmerzen und Völlegefühl
  • Hautirritationen
  • Gelenkbeschwerden
  • Fettstuhl
  • gesteigertes Bauchvolumen
  • Übergewicht

3 weitere dramatische Fakten zu Zucker

1. Zuckerkonsum in unserem Teil der Erde hat sich in den letzten 200 Jahren von ca. 6,8 kg / Kopf um 1815 auf heute ca. 60 kg/ Kopf im Jahr gesteigert (1970 waren es 54,5 kg/ Kopf) (Quelle)

2. Diabetes: Dauerhafte energiereiche Ernährung stört den Stoffwechsel, besonders den Insulinhaushalt. Insulin ist das Hormon, dass die Energie für unsere Zellen erst verfügbar macht. Bei dauerhaftem Energieüberschuss werden unsere zellen jedoch irgendwann resistent dagegen und der Körper wird müde Insulin überhaupt zu produzieren. Es entsteht zunächst Insulinresistenz, das heißt die Zellen reagieren nicht mehr so gut auf Insulin, in Bezug auf die Energie-Einschleusung. Dauerhaft erschöpfen dann die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Ein Diabetes mellitus entsteht. Früher als Altersdiabetes (Typ 2) bekannt, sind heute bereits Kinder betroffen. Aktuell werden über 7 Millionen Menschen in Deutschland in diesem Kontext behandelt. Die Dunkelziffer (mit unerkannter Insulinresistenz) liegt nach Schätzungen der Gremien jedoch deutlich höher. (Quelle)

3. Zuckersucht: Zucker löst sucht-ähnliche Symptome aus. Stark zuckerhaltige Speisen aktivieren das Belohnungssystem in unserem Gehirn. Es reagiert auf Zucker ähnlich wie auf Alkohol oder andere Suchtstoffe und schüttet vermehrt Dopamin aus. Ein Botenstoff der alles, was mit dem Konsum von Süßigkeiten zu tun gehabt hat, als etwas Wichtiges und Aufmerksamkeit Erregendes markiert. Zudem finden höchstwahrscheinlich Veränderungen im Gehirn statt. Das Gehirn wird geradezu auf Zucker geeicht. Sehr ungesund in einer Zeit, in der Zucker jederzeit und überall verfügbar ist. (Quelle)

Paleo-gerechte Süßigkeiten

Ich gebe zu es spricht wenig dafür Zucker überhaupt zu konsumieren. Allerdings ist meine Meinung zu Süßem allgemein wie so oft: Die Dosis macht das Gift. Natürliche Süße kann durchaus saisonal und in Maßen konsumiert werden. Besonders wenn man sich ausreichend bewegt.

Was allerdings das Fruktose-Sirup angeht, empfehle ich den Konsum von 0,0. Manche Personengruppen sollten zudem gänzlich Abstand von „Süßem“ nehmen, besonders wenn Symptome einer „Zuckersucht“ vorliegen oder sich eine Insulinresistenz ankündigt.

In der Paleo Diät wird auf Zucker verzichtet. Allerdings wird hier und da mit natürlicher Süße nachgeholfen. Süßes Obst oder Honig sind die Alternativen, die deutlich harmloser sind, wenngleich sie eben auch „süß“ sind und somit auch Einfluss auf uns nehmen. Ich nutze persönlich Honig, etwas Trockenobst und manchmal Kokosblütenzucker, der in natürlicher Form relativ unverarbeitet den Konsumenten erreicht.

Mit Blick auf die Feiertage ist es sicherlich auch in Ordnung mal Omas Kekse zu probieren. Für alle die auch hier 100% Paleo bleiben wollen hab ich jetzt eine einfache und sehr leckere Alternative! 🙂

Schneekugeln – Die leckeren Paleo-Pralinen

Diese leckeren Pralinen sind schnell gemacht und schmecken vorzüglich. So gelingen sie sofort:

Man benötigt:

  • Pekannüsse
  • Kokosraspel
  • Datteln (ohne Kerne)
  • Kokosöl
  • Meersalz
  • Vanilleextrakt
  • Pfeilwurzstärke (oder Kokosblütenzucker)
  • Küchenmaschine

Schritt 1

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine geben

Schritt 2

Dann alle Zutaten zu einer feinen Masse vermischen.

Schritt 3

Mit den Fingern kleine Pralinen formen.

Schritt 4

Für den Anstrich mit Pfeilwurzstärke oder Kokosblütenzucker einpudern (Kann man aber auch drauf verzichten)

Ich hoffe die Schneekugeln schmecken dir genauso gut wie mir. Die Pralinen kommen bestimmt super bei Familie und Bekannten an den Feiertagen an. Schreib mir doch wie es gelaufen ist in die Kommentare.

Hier findest du das Rezept noch einmal in der Prinzip Paleo Rezept Ansicht:

Ich wünsche Frohe Weihnachten und schöne Feiertage! 🙂

Vitale Grüße
Unterschrift Christian
Christian Kollitsch
Physiotherapeut, Ernährungscoach, Jäger & Sammler

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