Paleo Erfahrungsbericht von Jürgen

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Interview mit Jürgen über seinen Erfolg mit der Paleo Diät

Kurzvorstellung

Jürgen und seine Erfahrungen mit Paleo
Ich bin Jürgen Groth, 54 Jahre alt und wohne in Aschersleben. Seit dreißig Jahren darf ich glücklich verheiratet sein, habe fünf erwachsene Kinder und drei Enkel. Beruflich begleite ich seit einigen Monaten ehrenamtlich Mitarbeitende in einem Kirchenkreis in Sachsen-Anhalt. In meinen dreißig Berufsjahren habe ich immer eigenverantwortlich gearbeitet. Einen geregelten, sich immer wiederholenden Tages- oder Wochenablauf gab es bis heute nie.

Wie kam es, dass du mit Paleo angefangen hast?

Seit Jahren war ich auf der Suche nach den Gründen, weshalb ich so oft erkältet bin. Für meine beruflichen Tätigkeiten bin ich bis heute sehr auf meine Stimme angewiesen. Außerdem wollte ich endlich mein viel zu hohes Gewicht loswerden. Nach fünf Schwangerschaften bleibt halt immer was zurück 🙂

Den ersten Impuls in diese Richtung erhielt ich durch den Artikel „Die dunkle Seite des Getreides“. Dann folgten Informationen bzw. Bücher über die sogenannten modernen Lebensmittel, die mich jedoch – so meine nach und nach wachsende Erkenntnis – eher krank machten.

Wie waren deine ersten Schritte mit Paleo? Was sind deine Erfahrungen/größten Herausforderungen zu Beginn der Paleo Diät?

Der erste Schritt war der Verzicht auf Getreideprodukte. Danach aufgehört, raffinierten Zucker zu essen. Die für mich größte Herausforderung ist, dass ich mich allein auf den Paleo-Weg gemacht habe. Verstehen können es die Wenigsten aus meiner Umgebung. Nach und nach hat meine Familie es akzeptiert.

Viele Paleoaner berichten von einem „Schlüsselmoment“, einem Augenblick an dem es „Klick“ gemacht hat. Gab es bei dir so einen Moment? Wenn ja erzähl uns bitte davon…

Einen Schlüsselmoment gab es bei mir im Grunde genommen nicht. Ich hegte schon lange die Vermutung, dass eine wesentliche Ursache für meine gesundheitlichen und Gewichtesprobleme in der Ernährung zu suchen sein müssten. Mich beschäftigt ein Thema mehr oder weniger bewusst und dann kommt irgendwann der Moment, wo ich es einfach mache. So auch in Sachen Ernährung. Bei mir geht es dann „mit einem Ruck“.

Was hat sich durch die Paleo Diät im Verlauf der Zeit bei dir verändert?

Veränderungen gibt es jede Menge. – Gewichtsverlust ohne Jo-Jo-Effekt – Guter Schlaf mit ausreichender Zeit – Fast keine Heuschnupfen-Symptome mehr, brauche in diesem Jahr erstmals keine Medikamente mehr – Infekte sind meist nach ca. 3 Tagen Geschichte – Ein richtiges Mittagstief gibt es nicht mehr – Abends gegen 21:00 lässt der Akku rapide nach… ist ja eh eine gute Zeit, in Richtung Nachtruhe.

Was gehört für dich alles zu einem modernen Paleo Lifestyle?

Mh… was heißt modern. Ich würde eher von einem artgerechten Lebensstil sprechen. Das bedeutet für mich auf das zu verzichten, was dem nicht entspricht. Z.B. raffinierter Zucker, den es in der Natur so nicht gibt. Oder kennst du einen Zucker-Baum?

Du erzählst ja auch davon, dass Bewegung dir sehr geholfen hat? Welche Erfahrungen hast du mit Bewegung & Training gemacht? Wie kombinierst du das Thema Bewegung & Ernährung im Alltag?

Nach einer dreiwöchigen Fastenzeit kurz nach meinem 40sten Geburtstag fingen meine Frau und ich mit dem Laufen an. Ernährungsmäßig hatten wir uns auf Vollwertkost umgestellt. Nach zweieinhalb Jahren hatte ich vom Laufen die Nase voll und ein Knie wollte nicht mehr so ganz mitspielen. Das Gewicht begann wieder schleichend zu steigen. Auch nahmen die Krankheitsphasen (meist Infekte der oberen Atemwege – bei einem Stimmberufler nicht so prickelnd) wieder zu. Allein 2010 musste ich meinem Arbeitgeber für dreieinhalb Monate Krankenscheine vorlegen. Durch meine unregelmäßigen Arbeitszeiten und ständig wechselnden Arbeitsorte kam ich (zum Glück) gar nicht in die Versuchung, ein Fitnessstudio aufzusuchen. Und so landete ich vor 4 ¼ Jahren bei einer bestimmten Form von Bodyweighttraining. Ich trainiere in
der Regel dreimal die Woche für ca. 1 Stunde (incl. Vor- und Nachbereitung). Die Zeiten dafür stehen als feste Termine im Kalender und sind genauso wichtig, wie Familien- oder Arbeitstermine.

Die Kombination von Bewegung und Paleoernährung ist für mich genau das Richtige. Und um es nicht zu vergessen… zum passionierten Barfußläufer wurde ich fast zeitgleich mit dem Beginn des o.g. Bodyweighttrainings. Zwei bis dreimal im Jahr muss es auch eine große Harzwanderung sein. Da geht es dann unter 40 km nicht ab. Und auf dem Brocken ist oft Halbzeit. 🙂 Das sollte ich auch erwähnen, da es für mich nicht unwesentlich ist. Eine ausreichende Vitamin-D Versorgung muss gewährleistet sein (mindestens 4.000 i.E. täglich, nach neuesten Forschungsergebnissen von 2016/2017)

Welche Vorurteile in Bezug zur Paleo Diät nerven dich am meisten?

Die Frage: Was darf man denn dann noch essen. Dieses Wörtchen „noch“. Ich spreche für mich auch nicht von einer Diät, sondern einer Ernährungsform.

Welchen Rat würdest du einem Paleo-Beginner mit deiner Erfahrung heute geben?

Schwer zu sagen. Vielleicht soviel: Wenn du etwas erkannt hast, dann beginne mit deinen Möglichkeiten an der Umsetzung.

Jürgen zum Abschluss möchte ich noch wissen, wie deine Zukunftspläne aussehen?

Pläne mache ich eigentlich keine. Ich werde an allem, was meiner Gesundheit dient dran bleiben. Na, vielleicht doch etwas… ob ich vielleicht auch meine Urenkel zu Gesicht bekomme und ich dabei noch gesund sein darf? Ja, darauf bin ich gespannt.

Vitale Grüße
Unterschrift Christian
Christian Kollitsch
Physiotherapeut, Ernährungscoach, Jäger & Sammler

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