So schützt dich der Wald vor Krebs und Depressionen

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Heilung aus dem Wald

Japanische Forscher haben einen Zusammenhang zwischen dem Aufenthalt im Wald und verbesserter Gesundheit gemessen. Mittlerweile wird deshalb in Japan das „Waldbaden“ oder auf japanisch „shinrin yoku“ immer mehr therapeutisch eingesetzt.

In speziellen „Outdoor-Kliniken“ können Patienten nach einer klassischen Voruntersuchung anschließend in die Umgebung „Wald“ Eintauchen. Doch was haben die japanischen Forscher entdeckt, dass die derartige Therapien empfehlen?

Offenbar gibt es eine Verbindung zwischen uns Menschen und der Natur. Die Bäume und Pflanzen des Waldes „kommunizieren“ dabei mit unserem Immunsystem. Das klingt erstmal nach Scharlatanerie. Allerdings gibt es messbare Effekte, welche diese Hypothese offenbar belegen können.

Das Prinzip ist relativ schnell erklärt. Überall im Wald kommunizieren die Bäume untereinander. Ihre Sprache ist verschlüsselt über chemische Substanzen. Wenn du dich nun im Wald bewegst, nimmst du und dein Immunsystem Teil an dieser Kommunikation. Dein Körper nimmt die biochemischen „Funksprüche“ der Bäume sogenannte „Terpene“ auf und reagiert schon direkt mit einer Aktivierung und Vermehrung unserer Immunzellen. Deine natürliche Abwehr wird hochgefahren und du bist besser geschützt gegen Krankheiten.

Erstaunliche Effekte

Waldbaden gegen Krebs

Die spannendsten Studien zum Thema Waldbaden kommen aus Japan, dem Land der aufgehenden Sonne.
Eine Studie von 2007 zeigt eindrucksvoll, dass Spazierengehen im Wald die Entstehung von mindestens drei verschiedenenen Anti-Krebs-Proteinen, als auch die Bildung ungewöhnlich hoher Mengen natürlicher Killerzellen (NK-Zellen) positiv beeinflusst. NK-Zellen sind Teil des angeborenen Immunsystems und gehen aktiv gegen Krebszellen vor.

Das Waldbaden hat die NK-Zellen Aktivität der Probanden deutlich erhöht und das auch noch lange nach dem Aufenthalt im Wald!

Die Forscher erklären diesen Effekt wie folgt:
Durch den Aufenthalt im Wald atmen wir von den Pflanzen abgegebene Phytonzide ein. Diese Stoffe sind Teil des Immunsystems der Pflanzen, reagieren jedoch mit dem menschlichen Immunsystem, indem sich die NK-Zellen im Körper vermehren.

Waldbaden, gesenkter Blutdruck und Stressreduktion

Weitere Forschungsergebnisse zeigen einen positiven Effekt auf die Gefäße und den Blutdruck. Bereits nach einem einstündigen Waldspaziergang verbessert sich die Lungenfunktiont. Zudem werden die Gefäße elastischer und der Blutdruck sinkt. Das Waldbad erzielt eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung auf die Organe der Probanden. Auch hier werden die Phytonzide und deren antioxidative Wirkung als Ursache angenommen.

Eine neue Studie zeigt überdies eine verminderte Ausschüttung von Stresshormonen. Menschen, die an einer depressiven Stimmungslage leiden profitieren ebenfalls vom Waldbad.
Erstaunlicherweise waren die Menschen nicht nur weniger depressiv, sondern fühlten sich nach einem Tag im Wald auch lebendiger.

Dabei hilft es schon den Wald nur zu sehen. Allein der Anblick von Bäumen hat direkten Einfluss auf unser Nervensystem. Der Parasympathikus, unser Ruhenerv schaltet unseren Organismus dabei in den Modus der Regeneration und der Heilung. Folglich sinken Blutdruck, Blutzuckerspiegel, Stresshormone und das Immunsystem kommt in Gang.

Der führende Forscher auf diesem Gebiet Yoshifumi Miyazaki macht die Effekte ganz anschaulich.
„Wir sind schon immer Teil der Natur, Teil des Waldes. Sobald wir uns in ihm Aufhalten, werden wir wieder zu diesem Teil der Natur.“
Er macht darauf aufmerksam, dass nicht nur die chemischen Botenstoffe eine Rolle spielen. Vielmehr ist es die ganze Atmosphäre mit dem satten Grün der Bäume, dem besonderen Duft und den Waldgeräuschen, die uns so beruhigen.

Was es am Ende auch ist, es ist real und wir können es nutzen. Deshalb werde ich jetzt auch gleich eine kurze Pause einlegen und den Stadtwald Eilenriede in Hannover besuchen. Der liegt gerade einmal 300m von meiner Wohnung entfernt und bietet genau die passende Atmosphäre. Jedes Mal wenn ich dort war, kann ich die oben genannten Effekte nur bestätigen, wobei ich die Effekte noch nicht gemessen habe. Sollte ich vielleicht einfach mal machen, was meinst du? Gehst du auch ab und zu im Wald spazieren?

Wenn das Wetter passt gehe ich auch direkt barfuss. 🙂

In diesem Sinne wünsche ich dir entspannte Tage.

Vitale Grüße
Unterschrift Christian
Christian Kollitsch
Physiotherapeut, Ernährungscoach, Jäger & Sammler

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