Warum Barfuß Gehen in der Natur so gesund ist

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Der Grund: Natürliche Erdung

Oft sind es die kleine Dinge im Leben die den Unterschied machen. Im Grunde gilt das auch immer für die Gesundheit. Schaut man sich die Bedingungen für Gesundheit im Körper an, stellt man fest, dass es zunächst grundlegende Dinge sind wie Wasser, Nährstoffe und bestimmte Reize die eine Rolle spielen. Der Mensch funktioniert dabei durch Energie und deren Verteilung. Doch was ist Energie und was hat das nun mit Barfuß Gehen zu tun?

Im Grunde ist es ganz einfach. Ständig werden im Körper „Informationen“ verteilt. Ein wesentliches Phänomen dabei sind Ladungsverschiebungen. Der Mensch arbeitet also im Grunde mit Elektrizität. Nur so ist es z.B. möglich dass wir uns Bewegen können. Nerven leiten Impulse durch den Körper, die dann einen Muskel oder in der Regel ganze Muskelketten aktivieren oder hemmen. Elektronen dienen aber z.B. auch der Bekämpfung von Krankheitserregern und sogenannten freien Radikalen.

Diese freien Radikale sind positiv geladene Teilchen, denen ein freies Elektron fehlt. Man muss wissen, dass sie sich dieses fehlende Elektron „besorgen“ werden. Sie sind also sehr reaktionsfreudig. Das fehlende Elektron holen sie sich bei einer Bazille oder geschädigtem Gewebe unseres Körpers ab. Sie helfen also unserem Körper im Rahmen einer Entzündung und halten uns so gesund. Allerdings, und das ist der entscheidende Punkt, müssen sie danach ebenfalls neutralisiert werden. Hierfür benötigt es nun sogenannte Antioxidantien, die wir in frischem Obst und Gemüse finden und freie Elektronen, die noch keine Bindung eingegangen sind. Haben wir von diesen Schutzfaktoren zu wenig, kann auch gesundes Gewebe angegriffen werden und als Elektronenlieferant dienen. Die Folge ist auf Dauer jedoch dramatisch. Je nach dem welches Gewebe geschädigt wird, entstehen Krankheiten wie z.B. Diabetes mellitus, Arthrose, Allergien, Multiple Sklerose, Krebs usw.

Die Lösung ist dabei relativ einfach. Da wir die Präsenz von freien Radikalen nicht gänzlich beseitigen können, brauchen wir auf der anderen Seite eine permanente Neutralisierung. Sprich: Antioxidantien, die du in der Paleo Diät haufenweise findest und Elektronen, die du in der Umwelt haufenweise findest. Wasser ist dabei ein wesentlicher Speicher von Elektronen. Die Frage ist nun wie werden Elektronen überhaupt aufgenommen.

Natürlicher Boden liefert Elektronen

Wir stehen in Kontakt zur Erde und unsere Erde steht in Kontakt zu uns. Klingt zunächst mal etwas unvorstellbar, nicht wahr? Allerdings gibt es Hinweise, dass die Erdenergie mit unserem Energiefeld interagiert.

Die Oberfläche der Erde liefert einen unendliches Angebot an Elektronen. Diese Elektronen können von uns aufgenommen werden. Forscher aus den USA, kommen bereits 2007 in einer Übersichtsarbeit zu dem Ergebnis, dass die Elektronen der Erdoberfläche vom Menschen durch Kontakt mit den nackten Füßen, aufgenommen werden und dort erstaunliche Wechselwirkungen haben.

Sie beschreiben das der Körper, als Masseleiter in der Lage ist positiv geladene Ionen, die unsere Körperfunktionen belasten, indem sie anderen Molekülen ihre Elektronen entreißen, abzugeben und negative Ionen, die antioxidativ wirken aufzunehmen.

Unsere hochsensiblen Füße, in denen jeweils über 75.000 Nervenenden zusammen laufen, die dann in die oberen Körperareale aufsteigen, eignen sich daher optimal als Ableiter und Kontaktfläche.

Modernes Schuhwerk wirkt als Widerstand

Heute gibt es Schuhe wie Sand am Meer. Unser steinzeitlicher Vorfahre, lief noch ohne oder mit Lederschuhen durch die Gegend. Wir tragen heute meist Schuhe mit einer Gummisohle. Aus energiemedizinischer Sicht ein Riesenproblem. Wir haben dadurch keine natürliche Verbindung mehr mit der Oberfläche. Der Siegeszug des Plastiks hat uns also wieder ein Stück mehr von der Natur entfernt. Die Folgen sind bekannt. Einige Forscher gehen davon aus, das dieser Umstand den körperlichen Stress deutlich erhöht und entzündliche Prozesse im Körper dadurch verstärkt werden.

Gleichzeitig entwickeln Menschen, die sich „Erden“ eine verbesserten Schlaf, weniger Stresshormone und hatten sogar weniger Schmerzen. Forschungsarbeiten zum Thema empfehlen daher regelrechte „Barfuß Behandlungen“, bei denen man durch 30-40 Minuten Barfuß Gehen oder Stehen diese Effekte erreichen kann. Sie kommen zudem Schluss, dass dieser Ladungsaustausch als Faktor auf eine Stufe mit etablierten Gesundheitsfaktoren wie sauberer Luft, frischem Wasser, ausreichend Licht u.a. gehoben werden sollte.

Meine Erfahrungen mit Erdung

Seit längerer Zeit bin ich Barfuß Läufer, allerdings trage ich dabei sogenannte Barfuß Schuhe, die ebenfalls eine Gummisohle haben. Durch das Barfuß Laufen hat sich bereits meine gesamte Haltung und auch meine Bewegungsgefühl verbessert. (Weite Informationen zum Barfuß Laufen findest du im Artikel: Barfuß bewegen – Steinzeit trifft Physiotherapie). Neuerdings bin ich nun auch Barfuß Gänger, dass heißt ganz ohne Schuhwerk, so wie mich Mutter Natur geschaffen hat. Ich laufe allerdings bisher nur auf Waldboden barfuß bzw. in Parks und auf Wiesen in meiner Nähe.

Meinen regelmäßigen morgendlichen Spaziergang bei dem ich meine Gedanken sammle und mich auf den Tag vorbereite, gehören schon lange zu meiner Routine. Irgendwann habe ich dann einfach die Schuhe ausgezogen. Es fühlte sich natürlich anfangs sehr ungewohnt an. Man spürt jeden Stein und jede Unebenheit sofort. Nach einer Weile gewöhnt man sich jedoch schnell an den neuen Untergrund. Und mehr noch das Gehen wird zum Erlebnis. Ich kann es nur schwer beschreiben, aber sobald die Schuhe aus sind läuft man ganz anders. Man kann es vielleicht als „Entschleunigung“ beschreiben. Das Tempo ist definitiv ein anderes. Plötzlich beginnt man die Umgebung wahrzunehmen. Mit den ruhigen Tempo, merke ich zudem wie mein Körper etwas herunter fährt. Es ist vielleicht schwer vorstellbar, wenn man es noch nicht selber probiert hat, aber ich spüre beim Barfuß Gehen im Wald eine deutliche Entspannung. Und zwar einmal während des Gehens und auch danach.

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Aufgabe

1. Such dir einen Ort, an dem du stressfrei Barfuß Gehen kannst und nicht so schnell abgelenkt wirst z.B. ein Feld, Park oder Waldstück.

2. Beobachten Sie, was das Barfuß Gehen mit deinem Schmerz- und/oder Stresslevel macht. Nach ca. 30 Minuten sollte eine Veränderung spürbar werden.

Tipps:

  • Feuchter Boden, besonders Salzwasser verstärkt die Wirkung
  • Gerade in der Öffentlichkeit musst du besonders aufmerksam sein und dich in Acht nehmen vor auf Glasscherben, spitzen Gegenständen und Hundekot!
  • Beton leitet ebenso Energie wie Erde, er besteht ja primär aus Mineralien und Wasser besteht. Holz Teppich und PVC-Oberflächen, andere Steinböden leiten hingegen nicht

Am Ende meiner Runde, bin ich immer ein wenig traurig dass ich nun wieder in die Schuhe einsteigen muss. Mal sehen wie lange es noch dauert bis ich den Schritt wage und auch in der Stadt die Schuhe mal weglasse. Eins ist gewiss, egal wie man das Thema Erdung auch sehen mag, meine Erfahrungen mit der Barfuß Gehen auf natürlichem Boden sind durchweg positiv. Ich kann dir nur empfehlen, es einmal selbst zu probieren.

Natürlich bringt die Bewegung im Grünen noch weitere Vorteile mit sich, (siehe dazu auch meinen Artikel: Bewegung im Grünen – Vorteile durch Paleo Fitness) allerdings ist das Barfuß Gehen wieder ein weiteres Puzzlestück zu mehr Gesundheit und Vitalität.

Vitale Grüße
Unterschrift Christian
Christian Kollitsch
Physiotherapeut, Ernährungscoach, Jäger & Sammler

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2 Kommentare

  1. Michi & Karin

    Lieber Christian,
    wir können Dir mit deinem neuen Beitrag nur Recht geben. Es ist ein komplett anderes Laufen.
    Jedes Jahr zieht es uns beispielsweise an die Nordsee und somit auch ins Watt. Selbstverständlich barfuss. An den ersten beiden Tagen spannen die Füße ganz schön – jedoch gewöhnt man sich schnell daran. Es tut einfach dem kompletten Körper verdammt gut, auf dem Meeresboden zu laufen. Wenn man nach 2 Wochen dann wieder zu Hause ist, vermisst man das Wattlaufen am meisten.
    VG von Michi & Karin

    Antworten
    • Christian Kollitsch

      Hey ihr Beiden 😉
      dafür liebe ich das Wattenmeer ebenso. Gute Luft, endlose Weite und frischer Matjes runden das Ganze dann noch ab. LG Christian

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