Was du durch den Konsum von Kokosfett und MCT-Öl erreichst

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Kokosöl als gesunde Fettquelle

Kokosöl ist in der Paleo Diät eine sichere Bank. In vielen Gerichten, besonders auch zum schonenden Braten, wird es eingesetzt. Nicht nur sein einzigartiger Geschmack, sondern besonders einige gesundheitliche Effekte auf den Organismus machen es so beliebt.

Natives Kokosöl ist reich an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitamine und hier insbesondere die B-Vitamine, Vitamin E und diverse Aminosäuren wie z.B. Tryptophan, Lysin, Valin, Leucin und Isoleucin. Ganz besonders interessant wird Kokosöl durch seine speziellen Fettsäuren. Kokosöl besteht ungefähr zu 60% aus mittelkettigen Triglyzeriden.Diese kann man aufteilen in:

  • Laurinsäure: 45%
  • Caprylsäure: 7%
  • Caprinsäure: 6%

Diese Fettsäuren machen das Kokosfett so bekömmlich.

Kokosfett …

  • ist leicht zu verdauen und wird NICHT ohne weiteres als Fett gespeichert
  • wirkt im Körper gegen negative Bakterien und Pilze (besonders die Laurinsäure)
  • kann schnell als Energielieferant für den Stoffwechsel verwertet werden (besonders die Caprylsäure)

Wenn man sich die Zivilisationen auf der ganzen Welt anschaut, die seit Jahrhunderten Kokosöl konsumieren werden diese Punkte übrigens eindrucksvoll bestätigt. Einige Mediziner empfehlen den Verzehr von Kokosöl auch noch aufgrund folgender Gründe:

  • Appetitminderung und Gewichtsreduktion
  • Verbesserte kognitive und neurologische Funktion mit möglichen Auswirkungen auf neurodegenerative Erkrankungen
  • Verbesserte mitochondriale Funktion (Mitochondrien = Zellkraftwerke) und daraus resultierend reduziertes Risiko für Krankheiten wie Atherosklerose, Diabetes, Krebs, Fettleber (NAFL), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Epilepsie
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Ölziehen mit Kokosöl

„Ölziehen“ ist eine Praxis, die in der ayurvedischen Heilkunst schon sehr lang bekannt ist. Durch das Gurgeln sollen so Bakterien, Viren, Pilze und Giftstoffe aus den Schleimhäuten in das Öl übergehen, welches dann ausgespuckt wird. Bestimmte Fettsäuren des Kokosnuss-Öls sollen sogar Herpes-Viren abtöten.

Der Vorteil dieser Methode ist es, dass beim Ölziehen auch die kleinsten Zwischenräume erreicht werden. Besonders geeignet ist Kokos- oder Olivenöl, aber auch Sesamöl.

Direkt nüchtern (auch kein Wasser) nach dem Aufstehen einen Teelöffel Öl in den Mund nehmen und das Öl für 10-12 Minuten durch die Zahnzwischenräume ziehen. Gelegentlich Pausen machen und aufpassen, dass kein Öl geschluckt wird. Das Öl vermischt sich mit dem Speichel im Mund und wird weiß und dünnflüssig. Dann wird es in den Mülleimer ausgespuckt (Ölreste gehören nicht ins Abwasser). Den Mund gründlich ausspülen und dann Zähne wie gewohnt putzen. Das ganze 14 Tage lang durchführen.

MCT Öl, die Tuning Variante von Kokosöl

Was ist nun MCT Öl?

Fette sind chemisch betrachtet unterschiedlich lang. MCT steht für mittelkettige Tryglyzeride. Sie sind also “mittellang”. MCTs bestehen aus 3 Fettsäure Molekülen mit 6–10 Kohlenstoffatomen. Kurzkettige Fette haben 6 Kohlenstoffatome oder weniger und langkettige Fette, wie die Omega-3-Fette Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) aus Fisch besitzen 13 bis 21 Kohlenstoffatome.
MCTs haben gegenüber langkettigen Fettsäuren LCTs, also Fettsäuren mit mehr als 10 Kohlenstoffatome den Vorteil, dass sie im Darm schneller gespalten,aufgenommen und verwertet werden können.
Hauptquellen für MCTs sind wie schon erwähnt Kokosnüsse und/ oder Palmenkerne. Kleine Mengen finden sich auch in Butter und Weiderind. Ein intakter Darm kann nach Aufnahme von Kokosfett die MCTs aus dem Kokosfett aufnehmen. Leider verfügen wir nicht immer über eine Verdauung, wodurch ein Teil der MCTs einfach mit dem Stuhl wieder ausgeschieden wird. Reines MCT Öl erhöht also schon einmal die Chance die Fettsäuren auch hinreichend aufzunehmen.

Das Extrakt aus Kokosöl besteht in der Regel aus Caprylsäure (C8) und Caprinsäure (C10). Diese beiden Fettsäuren sorgen für den nötigen Effekt in unserem Körper. C8 gilt als die hochwertigste Form von MCT, da sie schnell verfügbar ist für unseren Stoffwechsel. Mit Hilfe dieser Fettsäuren, kann unser Körper schnell “Ketone” bilden und in den Energiekreislauf zur Energiegewinnung einschleusen.
In wenigen Schritten steht unserem Körper so die passende Energie zur Verfügung, was zum Beispiel beim gesunden Abnehmen, aber auch für die Leistungsfähigkeit sehr interessant werden kann.

Ich empfehle übrigens das MCT Öl von Braineffect:

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Ketone

Ketose ist ein besonderer Stoffwechselzustand. Hierbei steigt die Konzentration von Ketonkörpern im Blutkreislauf an. Diese können jetzt als Energiequelle im Organismus genutzt werden. In Ketose steigert sich die körpereigene Fettverbrennung. Sogar das Gehirn profitiert von diesem Stoffwechselzustand. Wir werden wacher, sind besser drauf und leistungsfähiger.

Mein Fazit zu Kokosfett und MCT Öl

Fest steht Kokosöl ist gesundes Fett, wenn du es achtsam einsetzt. Wenn du dein Rührei in Kokosfett anbrätst und deinen Mund mit Kokosöl spülst, nutzt du die Eigenschaften gut aus. MCT Öl ist eine super Ergänzung für dich, wenn du bereits Paleo lebst und die Diät etwas verbessern willst. Es ist zum Beispiel auch perfekt als Ergänzung zum Intermittierenden Fasten (Mehr dazu hier) geeignet.

Ganz wichtig ist, egal ob Kokosöl oder reines MCT Öl immer hochwertige und unbehandelte Öle zu verwenden. Am hochwertigsten ist bio-organisches, kaltgepresstes Kokosöl oder Fett. Die industriellen Versionen der Kokosnuss- und/oder Palmöle, die sich als gehärtete Fette in industriellen Backwaren verstecken sind zu vermeiden.

Bei dem ganzen Hype um das wertvolle Fett, sollte man jedoch keine Wunder erwarten und Kokosfett mit der nötigen Vernunft einsetzen. In unseren Breitengraden kommen auch noch Fettquellen wie Olivenöl, Weidebutter und ausgewählte Nussöle als Fettquelle in die erste Wahl. Schließlich muss das Kokosfett ja auch aus Übersee eingeflogen werden. Auch das sollte in die Betrachtung mit eingebracht werden. Der Umwelt zuliebe ist Kokosöl also eine edle Ergänzung für uns, jedoch kein Öl das massenweise jeden Tag konsumiert werden sollte.

Vitale Grüße
Unterschrift Christian
Christian Kollitsch
Physiotherapeut, Ernährungscoach, Jäger & Sammler
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