Wie du dich mit Paleo vor Diabetes schützt – Teil 1

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Was ist Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)?

Menschen mit einem Diabetes mellitus haben chronisch erhöhte Blutzuckerwerte. Unser Körper benötigt, um Zucker aus der Blutbahn in unseren Zellen verwerten zu können, das Hormon Insulin, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Bei einem Diabetiker wird genau dieses Hormon nicht mehr ausreichend produziert. So bleibt der Zucker in der Blutbahn, wo er sehr schnell Schaden anrichten kann. So können Blutgefäße, Nerven und zahlreiche Organe ernsthaft geschädigt werden.

Blutzucker messen.

Bis sich die Zuckererkrankung bei einer Person manifestiert, vergehen in der Regel Jahrzehnte. Durch den oftmals schlechten Lebensstil mit wenig Bewegung im Alltag, einer zucker- und kohlenhydratreichen Ernährung, wenig Sport, viel Stress und anderen negativen Faktoren entwickeln jedoch immer mehr Menschen, in immer jüngeren Jahren einen Diabetes mellitus Typ 2. Bereits Kinder erkranken heuten am “Altersdiabetes”!

Die Konsequenz ist, dass Betroffene täglich Insulin spritzen müssen. Denn ohne Insulin, das den Blutzucker in unsere Zellen schleust, können wir nicht überleben!!! Das bedeutet einen riesen Einschnitt in Sachen Lebensqualität. Leider sterben Diabetiker in der Regel auch früher (Quelle) Dabei ist die Krankheit eigentlich so gut wie vermeidbar.

Bereits bevor sich die Erkrankung manifestiert hat, entwickelt man zunächst eine erste Vorstufe: Insulinresistenz. Viele Menschen zeigen über Jahre Anzeichen einer Insulinresistenz, bevor sich die Zuckerkrankheit festsetzt. An diesem Punkt könnte man den Prozess noch sehr gut umkehren. In meinem ersten Artikel Insulinresistenz – Schutz vor der großen unbekannten Gesundheitsgefahr, kannst du alles über dieses Problem noch einmal nachlesen.

Diabetes ist eine Zivilisationskrankheit

Woher kommt das Problem eigentlich?

Heute spricht man überall von Zivilisationskrankheiten. Was bedeutet das?

Eine Zivilisation im Kontext unserer westlichen Welt beschreibt eine Gesellschaft, die über technische und wissenschaftliche Fortschritte, verbesserte materielle sowie soziale Lebensbedingungen geschaffen hat. Der Duden definiert Zivilisation als: „Gesamtheit der durch den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt geschaffenen und verbesserten sozialen und materiellen Lebensbedingungen“

Zivilisationskrankheiten beschreiben also eine Gesellschaft, die durch den oben beschriebenen Fortschritt erkrankt. Während wir den Begriff Zivilisation eher als positiv bewerten würden, kommt es uns nicht in den Sinn den Begriff der Krankheit als positiv zu betrachten. Und dennoch stehen beide Begriffe in einer Beziehung zueinander. Offensichtlich bringt unsere Gesellschaft und ihre Lebensbedingungen, Krankheiten hervor, die es eben nur in dieser Gesellschaft gibt.

Heute sterben Menschen hierzulande an den Folgen dieser selbstgemachten Krankheiten. Die Hälfte der Menschen in Deutschland streben beispielsweise durch eine Herz- Kreislauferkrankung. Todesursache Nummer 1 in Deutschland ist der Herzinfarkt.

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Die Ursachen für Zivilisationskrankheiten:

  • Bewegungsmangel ist der Hauptfaktor für die Entstehung
    von Zivilisationskrankheiten
  • Fehl- und Überernährung sind die klassischen
    Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten
  • Chronischer Stress
  • Mangel an Wechselreizen (Kälte und Wärme)
  • Umweltbelastungen
  • Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum

Diabetes einfach vermeiden mit Paleo

Die Erkrankung hängt primär mit dem Energiestoffwechsel zusammen und kann von „außen“ ohne viel Aufwand in seiner Entstehung deutlich positiv beeinflusst werden. Da es bei vielen Menschen bereits frühe Anzeichen gibt (Insulinresistenz), kann die Erkrankung mit den richtigen Maßnahmen vermieden werden.

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Anzeichen einer Insulinresistenz

  • verstärkte Gewichtszunahme in den letzten Jahren
    (besonders Bauchfett)
  • Blutzuckerschwankungen mit Müdigkeit, Schwäche,
    Schwindel
  • Schwitzen und Hitze direkt nach dem Essen
  • Blutzuckerabsturz mit Frieren, Schüttelfrost und blauem
    Nagelbett an Händen und Füßen
  • Nervosität, Zittern, Hungerattacken
  • häufige Infekte
  • niedrige Stresstoleranz
  • Hautveränderungen (Akne, dunkle Flecken)
  • andere chronische Beschwerden

Was können wir also konkret tun?

Dazu ist der Blick auf noch lebende Naturvölker interessant, die nach wie vor mit sich und der Natur im Einklang leben, also so wie auch wir vor 40.000 Jahren, zeigen kein Übergewicht, kein erhöhten Blutdruck und eben auch keine Zuckererkrankung. Niemand stirbt dort an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Eindrucksvoll konnte diese Tatsache durch den leider schon verstorbenen, schwedischen Forscher Staffan Lindeberg MD, PhD von der Universität Lund in Schweden, in der Kitava Studie*7) gezeigt werden. Er reiste um 1989 auf die Tropischen Inseln, Kitava, in Papua- Neu Guinea, um dort einheimische, ursprünglich lebende Menschen zu befragen und zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass diese Menschen nicht nur sehr alt werden, sondern „unsere“ Volkskrankheiten gänzlich unbekannt sind.

Er schlussfolgerte, dass Menschen die in Anlehnung an ihre ursprüngliche Lebensweise und Ernährung leben, nicht an Zivilisationskrankheiten leiden und daran sterben. Sie waren, nebenbei gesagt, alle schlank und hatten einen normalen Blutdruck.

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Warum heißt Diabetes mellitus eigentlich Zuckerkrankheit?

Diabetes ist eine allgemeine Bezeichnung für Erkrankungen, die mit einer übermäßigen Ausscheidung von Urin einhergehen. Das Wort „Diabetes“ ist griechisch und bedeutet sinngemäß „die Beine spreizend“ (was sich auf den erhöhten Harndrang bezieht).

Andere Übersetzungen sind„Durchgang“ oder auch „Harnruhr“ . Das Wort “mellitus” ist lateinisch und bedeutet „honigsüß“. Diabetes mellitus“ bedeutet also „honigsüßer Durchgang“ oder auch „Zuckerharnruhr“. Entstanden ist dieser Begriff bereits im im 17. Jahrhundert in England. Man entdeckte bei Menschen mit Diabetes mellitus ein süßlich-schmeckenden Urin. Das „Schmecken“ des Urins war damals übrigens die einzige Möglichkeit, die Krankheit zu diagnostizieren.

Es ist also unvermeidbar, den Lebensstil anzupassen, um einen manifestierten Diabetes Typ 2 abzuwenden. Wer bereits Anzeichen einer Insulinresistenz bei sich ausmachen kann, sollte jetzt hellhörig werden.

Naturvölker machen es uns an dieser Stelle sehr gut vor. Diese leben im Einklang mit ihrer Umwelt und decken täglich ihre Grundbedürfnisse (mehr dazu liest du hier)

Wer also sein Verhalten und seine Lebensbedingungen ändert, der ändert auch die Prozesse im Körper und korrigiert seinen Stoffwechsel in die richtige Richtung.

Wir haben die Wahl: selbst-erzeugte Krankheit oder Gesundheit? Was ist dir lieber? 😉

Im nächsten Teil der Serie werde ich dir konkrete Möglichkeiten aus dem Paleo Lifestyle vorstellen, die dich vor einem Diabetes schützen werden. Zudem zeige ich Möglichkeiten auf, was man tun kann, wenn man bereits Diabetiker ist. Du kannst aber auch sofort beginnen deine Ernährung und damit deinen Stoffwechsel zu verbessern. In unserer Rezeptdatenbank findest du vielleicht ein schon ein paar Anregungen und Möglichkeiten für dich!

Vitale Grüße
Unterschrift Christian
Christian Kollitsch
Physiotherapeut, Ernährungscoach, Jäger & Sammler

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