Wie Du natürlich Stress abbaust, um nicht schwächer sondern stärker zu werden

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Akuter vs. Chronischer Stress

Zweifelsohne finden sich in unserem heutigen Alltag viele Quellen für Stress. Dabei scheint es vor allem auf die Dauer eines Stressreizes anzukommen, in der Frage, ob uns der Stress eher beflügelt oder uns schadet.
Es geht bei der Stressfrage immer um das Thema Energie. Stress setzt Energie im Körper frei. Sogenannte Stresshormone (Noradrenalin, Adrenalin, Cortisol) lassen uns sehr schnell in Bewegung kommen und schärfen unsere Sinne. Die Stressreaktion im Körper ist sehr, sehr alt und Teil unseres evolutionären Erbes. Sie ist in jedem Menschen angelegt.

Wie muss man sich das vorstellen?

Stell dir vor du lebst vor 40.000 Jahren in den Wäldern als Jäger und Sammler. Du bist also ein echter Jäger und Sammler und auf der Suche nach einer Paleo Mahlzeit. Plötzlich und ohne Vorwarnung stehst du vor einem Braunbär, der dir an die Wäsche will. Was jetzt passiert ist Stress in Reinform.

Deine Sinne sind geschärft, dein Herz-Kreislaufsystem arbeitet auf Hochtouren, deine Muskelspannung steigt, kurz gesagt dein Körper ist bereit zu kämpfen oder doch besser zu fliehen. Die Energie dafür steht bereit!
Die Stressantworten in unserem Körper sind bereits angeboren. Sie werden jedoch in der Kindheit und Jugend erst richtig verfeinert. Jedes Kind macht Erfahrungen sobald es auf der Welt ist. Stress ist sofort ein Thema, schließlich ist man nach seiner Geburt plötzlich in einer ganz neuen Umgebung. Hunger, Kälte oder Lärm sind erste Stressoren die auf das Neugeborene einwirken. Sind die Eltern fürsorglich, spenden viel Wärme, Nahrung und Liebe, bildet das Kind eine funktionierende Stresstoleranz aus. Das heißt der Organismus lernt nach jeder Stressphase mit Energieproduktion, die innere Balance schnell wiederherzustellen.
Dieses perfekt abgestimmte System hat sich während der Evolution, durch Stressoren wie Hunger, Durst, Hitze oder Kälte ausgebildet. Es dient unserem Körper zum Überleben und ist sogar gesund!
Was passiert aber, wenn der Stress gar nicht enden will?

Chronischer Stress – Krankmacher Nummer eins

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der Burnout oder Depression immer mehr Menschen betreffen. Woran liegt das?

Mit Blick auf das Stresssystem wird klar, dass wenn der Stress gar nicht enden will, wir möglicherweise ein Problem bekommen. Unser Körper kann nicht permanent Energie erzeugen, ohne irgendwann einen Preis zu bezahlen.

Gängige Stressoren, die unsere innere Balance empfindlich stören, sind z.B. übermäßiger Autoverkehr, erhöhter Arbeitsstress, permanente Existenzsorgen, hohe laufende Kosten, Zeitmangel, negative Nachrichten uvm.
All diese Stressoren wirken auf unser „Stresskonto“ ein. Ganz egal welche Art von Stress wir erleben, unser Körper äußert sich immer gleich. Chronischer Stress egal ob im Privatleben, Beruf oder im Umfeld führt dazu, dass wir einfach nicht mehr zur Ruhe kommen. Während ein akuter Stress durch eine physische Bedrohung schnell endet und man in den Regenerationsmodus wechseln kann, fehlt bei chronischem Stress diese Erholungsphase.
Man weiß heute, dass nicht nur erlebter Stress, durch Überforderung oder Unterforderung eine Rolle spielt, sondern auch negative Gedanken dazu gezählt werden. Ebenso stressen wir unseren Körper dauerhaft durch schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung, übermäßigen Sport, eine unerfüllte Partnerschaft, zu wenig Schlaf, ein Defizit an Tageslicht, Elektrosmog uvm. Die letztgenannten Dinge sind dabei eigentlich ohne viel Aufwand leicht in den Griff zu bekommen. Man muss sich eben nur mit Alternativen im Alltag beschäftigen.
Chronischer Stress bringt den Energiehaushalt durcheinander und schwächt langfristig das körpereigene Immunsystem. Mögliche Folgen können sein:

  • Über- und Untergewicht
  • Herz- Kreislauferkrankungen bis hin zum Herzinfarkt
  • Depression und Burnout
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • chronische Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa, Leaky-Gut-Syndrom)
  • Krebs u.a.

Stress reduzieren durch einen natürlichen Lebensstil

Wichtig ist es, dass Stresskonto nicht überzustrapazieren. Der Mensch kommt mit vielen Stressoren gleichzeitig einfach nicht klar. In der Evolution gab es selten Phasen mit vielen Stressauslösern. Genau diese Vielzahl an Stressoren ist aber heute das Hauptproblem!
Wer es schafft den Stress im Zaum zu halten, kann sogar von ihm profitieren. In erster Linie geht es darum sich die Stressoren in seinem Leben einmal bewusst zu machen. Bin ich mit meinem Beruf, meiner Tätigkeit, meinem Wohnort oder meinem Partner wirklich glücklich sind dabei wichtige Fragen?
An dieser Stelle werden keine detaillierten Lösungsvorschläge gemacht zu diesen Fragen. Wer diese Kernfragen mit „Ja“ beantworten kann, hat schon einmal viel gewonnen.
Wer hier eher mit „Nein“ antwortet, muss auf Dauer aktiv werden und sich gegebenenfalls Unterstützung suchen.

Aktiv die ersten Schritte gegen Stress

Viele Dinge, bereiten uns allerdings auch unnötig zusätzlichen Stress. Manchmal ist es leichter sich zunächst mit diesen kleineren „Baustellen“ zu beschäftigen. Stress durch negative Presse oder ständige Erreichbarkeit kann man zum Beispiel relativ einfach lösen. Warum nicht einfach mal das Handy ausmachen oder die Nachrichten nicht einschalten.

Weitere Stressoren wie schlechte Ernährung oder Bewegungsmangel können ebenfalls sehr direkt angegangen werden! Wusstest du, dass Stress sehr viele Nährstoffe verbraucht? Gerade Proteine und diverse Mikronährstoffe werden dabei im Körper nachgefragt. Hier macht es Sinn, über eine natürliche, vitalstoffreiche Ernährung die Depots aufzufüllen. Die Paleo Ernährung stellt hierfür die Grundlage da.

Bewegung hilft uns ebenso bei der Stressbewältigung. Durch Bewegung können Stresshormone abgebaut werden. In Bewegung erlebt unser Gehirn außerdem eine aktive Pause und kann selber regenerieren. Zudem führen bestimmte Bewegungsformen wie Dehnungen oder Ausdauertraining direkt oder indirekt zu einer Entspannung. Zu erwähnen ist noch, dass regelmäßige Beanspruchung des Körpers z.B. durch Krafttraining das Stresssystem trainiert und stärkt.
Bewegung ist der beste Weg um das Selbstbewusstsein zu stärken, Ängste abzubauen und seine Stresskompetenz zu verbessern. Am besten nutzt man auch ganz einfach die Natur für die Bewegung. Tageslicht, der Blick ins Grüne und die frische Luft entspannen den Körper besser als ein Training in geschlossenen Räumen (Mehr dazu hier)

Eine beliebte Methode zum achtsamen Entspannen ist auch das Waldbaden, welches ich persönlich für das beste Antidepressivum halte. Es wird also Zeit dem Stress aktiv zu begegnen und etwas zurück zu den Wurzeln zu kehren. Mit den ersten kleinen Veränderungen wird der Organismus gestärkt und es steht wieder mehr Energie bereit um vielleicht schlussendlich die großen Stressfelder anzugehen.

Alles beginnt wie immer mit dem ersten, kleinen, aktiven Schritt. Auch beim Thema Stress ist das nicht anders!

Vitale Grüße
Unterschrift Christian
Christian Kollitsch
Physiotherapeut, Ernährungscoach, Jäger & Sammler
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