Wie man sein Umfeld für eine gesunde Ernährung ausrichtet!

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Verhalten und Verhältnisse

Heute wird Gesundheit nicht mehr als ein starrer Zustand beschrieben. Vielmehr wird sie als ein Stadium beschrieben, ein lebensgeschichtlich und alltäglich immer neu reguliertes Potential. Ein Stadium dessen Balance beständig immer wieder hergestellt wird. Dabei nehmen viele Dinge Einfluss auf die persönliche Gesundheit. Bei Prinzip Paleo spreche ich immer wieder von den Grundbedürfnissen, die als Basis für ein gesundes Leben zu sehen sind. Das eigene Verhalten, aber auch die äußeren Verhältnisse spielen hier eine Rolle.

Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass NICHT nur das eigene Verhalten geändert werden muss, sondern ebenso das Umfeld (die Verhältnisse) zu berücksichtigen sind.

Ein einfaches Beispiel dazu:

Rauchen ist ungesund. Das ist unbestritten. Hat man den Entschluss gefasst, endlich damit aufzuhören, beginnt man in der Regel sein Verhalten zu ändern. Man raucht die letzte Zigarette und dann kauft man keine neue Packung mehr (Verhaltensebene).

Jetzt meine Frage: Welche Person hält länger durch und schafft es schließlich dauerhaft aufzuhören? Person A, die wie beschrieben keine neue Packung mehr kauft, deren Partner jedoch weiter raucht (Verhältnisse) und deren Lieblingsbar es mit dem Rauchverbot nicht so genau nimmt (Verhältnisse).

Oder Person B, die ebenfalls aufhört, gemeinsam mit dem Lebenspartner und die am Wochenende gerne in ein Restaurant gehen, wo es keine Raucher gibt.

Klar, die Willenskraft spielt hier natürlich eine große Rolle, aber gibst du mir Recht, dass Person B es in jedem Fall leichter hat!?

Dieser Umstand gilt im Prinzip für alle Veränderungen.

Wenn du deine Ernährung langfristig ändern möchtest, bist du natürlich selber gefragt dein Verhalten zu ändern, indem du zum Beispiel anders einkaufst. Wichtig ist aber auch gleichzeitig das direkte Umfeld. Wenn zum Beispiel dein Partner abends immer wieder die Süßigkeiten hervor kramt oder deine Kantine nur ungesundes Essen anbietet, nehmen die Verhältnisse Einfluss auf deine Gesundheit. Es ist also wichtig zu erkennen, das viele Dinge in einer Beziehung zueinander stehen.
Das Mandalla-Modell von Hancock verdeutlicht, diese Zusammenhänge. Es zeigt wie Gesundheit entsteht und beeinflusst wird. Mehr dazu, erfährst du in meinem kostenlosen eBook.

Mandalla-Modell von Hancock

Die Grafik zeigt uns deutlich, dass unser Umfeld eine große Rolle spielt in Fragen der Gesundheitsförderung. Ansätze der sogenannten Verhältnisprävention setzen genau an diesen äußeren Rahmenbedingungen an. Um also langfristig Erfolg zu haben mit einer Diät oder einem gesunden Lebensstil, empfiehlt es sich nicht nur sein eigenes Verhalten zu betrachten, sondern sein Umfeld, seine Umgebung, sprich sein Verhältnisse ebenso zu betrachten. Zusammenfassend kann man auch von der Lebenswelt sprechen.

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Die Lebenswelt ändern

Damit du überhaupt etwas in deiner Lebenswelt ändern kannst, ist es wichtig zunächst einmal die eigene Lebenswelt zu analysieren.
Wo besteht der größte Handlungsbedarf bzw. wo siehst du die größte Herausforderung?
Ist es dein Wohn- Arbeits- Schulischen, Freizeit- oder Konsum-Umfeld? Es wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass Gesundheitsprobleme einer Bevölkerungsgruppe das Resultat einer wechselseitigen Beziehung zwischen ökonomischer, sozialer und organisatorischer Umwelt und persönlicher Lebensweise sind.

Folgende Lebenswelten kommen in Frage:

  • Arbeitsplatz/Betrieb
  • Lehr- oder Ausbildungsstätte
  • Kommunales Setting (Wohnumfeld, Siedlung, Gemeinde, Stadt)
  • Kindergarten und Kinderbetreuungseinrichtungen
  • Schule und andere Bildungseinrichtungen
  • Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Ambulanzen, Beratungseinrichtungen, Besuchsdienste…)
  • Konsum- und Freizeitwelten

In Bezug auf eine gesunde Ernährungsumstellung spielen sicher das Wohnumfeld, der Arbeitsplatz und die Konsum- und Freizeitwelt die Hauptrolle. Je nach persönlicher Situation sollte also zunächst in diesen Lebenswelten nach Barrieren gesucht werden.

Folgendes Zitat der WHO verdeutlicht das oben Beschriebene:

„Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben.“ WHO

5 Tipps zur Anpassung deiner Lebenswelten

Hat man die Probleme einer Lebenswelt analysiert, geht es nun darum die Verhältnisse entsprechend anzupassen. Hier ist Kommunikation aus meiner Sicht der Schlüssel. Zudem können einige wichtige Anpassungen vorgenommen werde, die dir deine Veränderung erleichtern werden.Deshalb empfehle ich dir folgende Grundsätze, wenn du deine Lebenswelt ändern willst:

#1 Erzähl deinem engsten Kreis von deinem Vorhaben

Zu Beginn ist das nahe Umfeld der erste Adressat für dein Vorhaben. Du willst deine Ernährung gesünder gestalten, also berichte deinem Partner, deinen Eltern oder guten Freunden davon. Erzähle Ihnen unbedingt WARUM du diese Umstellung machen möchtest. So entsteht ein Verständnis für dein Vorhaben. Außerdem ist es wichtig den Weg, das WIE vorzustellen, damit keine Unklarheiten entstehen zum Beispiel wenn sich das Sortiment im Kühlschrank etwas ändert. Im besten Fall gewinnst du einen Partner für dein Vorhaben. Zu zweit bist du natürlich stärker! Es hilft aber auch schon, wenn das nahe Umfeld dich mental unterstützt oder dich entlastet in anderen Bereichen. So dass du Zeit hast zum Lesen von Rezepten, zum Planen der Rezepte oder den Einkauf.

#2 Richte deine Küche neu ein

Die alten Gewohnheiten finden sich in deiner Küche wieder. So existiert möglicherweise ein Süßigkeitenfach oder Regale wo du Fertigprodukte lagerst. Fang an dich neu zu strukturieren, indem du Platz und neue Flächen schaffst für Obst und Gemüse. Räume dein Kühlschrank und Eisfach auf und schaffe auch hier genug Platz für neue Produkte.

Wichtig ist es, die neuen Lebensmittel und Zutaten in greifbarer Nähe zu haben und nicht irgendwo in der untersten Schublade. Am besten ist es, Lebensmittel die du zukünftig häufig verwenden willst, in Sichtweite zu haben. Wir Menschen sind nun mal sehr optisch ausgerichtet. Das was du sehen kannst, wirst du auch unmittelbar benutzen. Ordnung ist also sehr wichtig, aber auch ansprechende Elemente wie ein schöner Obstkorb werden dir helfen.

Neben der Einrichtung spielt natürlich die „Grundausstattung“ deiner Küche eine Rolle, besonders wenn du vorher eher weniger gekocht hast. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass fehlendes Equipment dich vom Kochen abhalten werden. Das änderst sich jedoch, wenn du ein paar Töpfe, Pfannen, Messer und Schneidebretter anschaffst.

#3 Schaff dir Freiräume

Zeit ist wohl in unserer heutigen Gesellschaft eins der kostbarsten Dinge überhaupt geworden. Wichtig zu wissen ist, dass aber jede Veränderung Zeit kostet. Wenn du dir diese Zeit nicht nimmst, kannst du auch keine großen Sprünge erwarten. Zur Veränderung gehören neue Erkenntnisse, also „Know-How“, dass du dir zum Beispiel anlesen musst. Dann müssen neue Rezepte gelesen, gekocht und angepasst werden. Alles Neue ist anfangs zeitintensiv.

Das Argument „Keine Zeit“ zählt hier nicht. Zeit ist eigentlich eine Frage von Prioritäten. Also setz dein Vorhaben auf deiner Prioritätenliste ganz nach oben.

#4 Hol dir Unterstützung

Jede Lebenswelt hat Menschen, die dich beeinflussen positiv wie negativ. Negativen Einfluss willst du natürlich vermeiden, also meide diese Person zukünftig wenn es geht, zumindest bis du den Stein im Rollen hast. Such dir auf der anderen Seite Menschen, die dir und deinem Projekt wohl gestimmt sind.

Eine professionelle Unterstützung kann hier ebenfalls helfen. Ein Coach oder Berater können entscheidende Impulse setzen, auf deinem Weg der Veränderung.

#5 Hab immer gesunde Lebensmittel in Reichweite

Wenn du dich gesund ernähren willst, solltest du natürlich auch gesunde Lebensmittel zu Hause und auf der Arbeit haben. Wenn die Möglichkeit besteht, richte dir ein Obstfach auf der Arbeit ein, dass du du 1-2 Mal wöchentlich auffüllst. Zudem solltest du Zugriff auf Wasser haben, also ein Flasche oder einen Wasserhahn in Reichweite haben. Erkundige dich auch auf passende Gerichte in deiner Kantine. Eine Salatbar gibt es in jeder größeren Kantine. Wenn du keine Kantine hast und selber gefragt bist, kannst du in der Gegend nach passenden Restaurant suchen. Ich empfehle jedoch auch immer eigene Mahlzeiten mitzunehmen. Ein gutes Sortiment an Tupperware macht das gesunde Paleo Lunch möglich.

Zu diesem Punkt gehört aber auch, die eigene Reichweite für gesunde Nahrungsmittel zu vergrößern. Supermarkt adé. Steuer nach Feierabend oder am Wochenende den Wochenmarkt an oder such dir einen Hofladen in der Nähe. Der Supermarkt lockt mit vielen Versuchungen, die dich eventuell schwach machen können.

Diese Tipps zu den Verhältnissen bzw. zur Lebenswelt sollen dir neue Türen öffnen. Eigenes Verhalten und die Lebenswelt sind als Aspekte für gesundes Essen (und auch alle anderen Gesundheitsbereiche) sehr wichtig und stehen darüber hinaus in enger Beziehung. Ich hoffe du kannst diese Beziehung nun etwas besser ausgleichen und dein Vorhaben erleichtern.

Gibt es darüber hinaus Tipps, die dir einfallen zur Veränderung einer Lebenswelt oder hast du ein Beispiel aus deiner Lebenswelt für das du eine besondere Lösung benötigst? Schreib doch deine Gedanken und Anliegen in die Kommentare!

Vitale Grüße
Unterschrift Christian
Christian Kollitsch
Physiotherapeut, Ernährungscoach, Jäger & Sammler

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